Myanmar: Die Folgen des Klimawandels

Myanmar gilt als eines der durch den Klimawandel verwundbarsten Länder der Welt. 2016 belegte das Land das vierte Jahr in Folge auf dem Globalen Klima-Risiko-Index von Germanwatch den zweiten Platz der Länder, die weltweit in den letzten 20 Jahren am stärksten von den Auswirkungen der Klimaerwärmung betroffen waren. Dazu zählen Küstenerosion und eine erhöhte Anfälligkeit für häufige und gravierende Wetterphänomene wie Zyklone, anhaltende Dürren in Trockenregionen und heftige Niederschläge, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen in Gebirgsregionen führen. Obwohl das Land mit einem Überfluss an natürlichen Ressourcen gesegnet ist, gehören die Bewohner Myanmars zu den Ärmsten in Asien und bleiben unter allen Gesichtspunkten menschlicher Entwicklung hinter ihren Nachbarn vom Verband Südostasiatischer Staaten (ASEAN) zurück. Strategien zum Umgang mit dem Klimawandel gibt es bisher kaum.

Ein großes Problem stellt dabei in Myanmar weiterhin die rapide Abnahme der Waldbestände dar. Zwischen 2010 und 2015 hat das Land pro Jahr durchschnittlich 546.000 Hektar Wald verloren. Nach Brasilien und Indonesien sind das die höchsten Verlustraten weltweit. Obwohl es ein Exportverbot für Holz seit 2014 gibt, hat sich die Situation nicht weitgehend verändert. Dies liegt vor allem an der illegalen Abholzung der Wälder durch chinesische Unternehmen. Der Verlust von Waldbeständen in großem Stil hat verheerende Auswirkungen und macht das Land noch anfälliger für die extremen Wetterauswirkungen.

Seit 2011 betreibt Myanmar einen aktiven Prozess der Demokratisierung und Öffnung. Die Zivilgesellschaft hat dabei in vielen Bereichen an Einfluss dazugewonnen. Der durch öffentlichen Protest (auch wegen möglicher Umweltzerstörungen) hervorgerufene Baustopp des Myitsone-Staudammprojekts in Kachin – ebenso wie der Stopp eines gigantischen Kohlekraftwerks im Rahmen des Dawei-Projekts Ende 2011 – zeigen, dass die Politik die öffentliche Meinung nicht mehr ignoriert. Es sind jedoch zahlreiche weitere Projekte mit massiven Konsequenzen für die Umwelt geplant und im Bau.

Der Reformprozess fand seinen vorläufigen Höhepunkt in der Parlamentswahl 2015. Die Partei der langjährigen Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi gewann die absolute Mehrheit im Parlament. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich das Wahlergebnis auf die Entwicklungen im Land auswirken wird. Der Prozess der neuen sozio-ökonomischen Entwicklung wird zu einem zunehmenden Bedarf an Dienstleistungen, Produkten und Infrastrukturentwicklung führen, insbesondere in den Energie-, Landwirtschafts- und Industriesektoren. Die Möglichkeiten bestehen für das Land, trotz der rapiden sozio-ökonomischen Veränderungen, eine nachhaltige Entwicklung für die Umwelt und die Menschen zu betreiben. Als eines der sogenannten least developed countries wird dies für Myanmar eine gewaltige Herausforderung und bedarf sicherlich weiterer Veränderungen in seiner politischen Kultur, aber auch signifikanter Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft.

Dominik Hofzumahaus

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Hydroenergie im Mekong-Gebiet – eine grüne Revolution?

Hydroenergie im Mekong-Gebiet – eine grüne Revolution?

Der Mekong ist ein vielbefahrener Fluss. Jedes Jahr kommen Millionen von Touristen in die Region um den im Reisekatalog beworbenen „Mythos Mekong“ auf Luxuskreuzfahrten durch Reisfelder und Tropenwaldgebiete zu finden. Fakt ist: Der Mekong ist mit knapp 4.500 Kilometern einer der längsten Ströme der Erde und gleichzeitig Lebensraum für tausende verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Sein Einzugsgebiet beträgt knapp 800.000 km² und ist dicht besiedelt. So dient er mehreren Millionen Menschen als Existenzgrundlage. Man kann den Mekong also getrost als die Lebensader Festlandsüdostasiens bezeichnen. Mit unserem romantischen Bild der naturbelassenen Landschaft könnte es aber bald vorbei sein, denn ein immer steigender Energiebedarf und ausländische Investitionen könnten das komplexe Ökosystems unwiederbringlich zerstören und damit das Leben von Millionen Menschen verändern.

Der Mekong entspringt im tibetischen Hochland – auf chinesischem Staatsgebiet – und bahnt sich seinen Weg durch insgesamt sechs Länder, ehe er in Vietnam in das südchinesische Meer mündet. Somit dient der Mekong als Verbindungselement zwischen China, Laos, Myanmar, Kambodscha, Vietnam und Thailand. Diese Region erlebt in den letzten Jahren einen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung. Durch die fortschreitende Industrialisierung und Urbanisierung der Region erhöht sich auch der Energiebedarf. Klassische fossile Energieträger wie Kohle oder Erdöl können diesen Bedarf nicht mehr decken. Nationale Regierungen und Wirtschaftvertreter sind deshalb auf der Suche nach einem „grüneren“, nachhaltigen Weg. Die „saubere“ Lösung sehen viele in der Hydroenergie. Hydroenergie bezeichnet kurz gesagt die Energieerzeugung durch Wasserkraft. Durch große Staudämme werden Flussläufe aufgestaut und in Kraftwerken wird elektrische Energie gewonnen. Hydroenergie ist unabhängig von fossilen Rohstoffen. Desweiteren ist der CO¬2¬-Ausstoß in der Energieerzeugung durch Wasserkraft sehr gering. In den letzten Jahren erlebte Hydroenergie einen wahrhaften Boom. Mit einem Anteil von über 15% an der weltweiten Energieerzeugung ist Wasserkraft die drittbedeutendste Form der Stromerzeugung.

Mit rund 53 00 Megawatt ist das Energiepotenzial des Mekong enorm. In der Vergangenheit wurde der Strom deswegen schon großräumig mit Wasserkraftwerken bestückt. So besitzt der Mekong bereits 370 Staudämme. Einhundert weitere sind geplant. Dies hat dramatische Folgen für die 60 Millionen Menschen, die im Mekong-Gebiet leben. Durch die Aufstauung verändert sich nicht nur die Stärke des Stromes, auch der Wasserstand wird nicht gleich bleiben. Dies zieht Veränderungen im komplexen Ökosystem der Region nach sich. Viele Experten erwarten große Einbrüche in der Landwirtschaft, denn Wasserkraftwerke können großflächiges Fischsterben und das Ausbleiben von traditionellen Überschwemmungsperioden bedeuten – ein bedeutender Faktor in Ländern wie Laos oder Kambodscha, in denen die Existenzgrundlage der Mehrheit der Bevölkerung immer noch im Landwirtschaftssektor liegt.
Diese Länder haben einen sehr niedrigen Entwicklungsstand, gleichzeitig jedoch ein enormes hydroenergetisches Potential. In den letzten Jahren investieren immer mehr ausländische Firmen, bevorzugt aus China, Malaysia, Thailand und Vietnam, in Staudammprojekte in diesen Ländern – natürlich auch in der Hoffnung, ihren eigenen Energiebedarf abzusichern. Laos wird deswegen schon jetzt als “Batterie Südostasiens” bezeichnet.
Durch das Errichten von Staudämmen werden enorme Landflächen überflutet. Großflächige Umsiedlungsprogramme und Enteignung sind bereits Realität. Angesichts dieser Probleme ist es kaum überraschend, dass eine Studie der Universität Oxford im März letzten Jahres feststellte, dass die so gelobte, regenerative Hydroenergie mehr Schaden als Nutzen anrichte. Die Studie untersuchte 245 Staudämme in 65 Ländern und kam zu dem Schluss, dass große Staudammprojekte letztendlich nicht als nachhaltig bezeichnet werden können. Dafür sind die negativen Einflüsse auf Natur und Bevölkerung zu groß.
Die Wissenschaftler empfehlen betroffenen Ländern, zum Schutze ihrer Bevölkerung, auf die Errichtung weiterer Staudämme zu verzichten. Eine klare Warnung. Es bleibt jedoch zu bezweifeln, ob die Länder des Mekong dem wirtschaftlichen Druck Stand halten können und sich für den Schutz der Umwelt und die Erhaltung ihres Lebensraums entscheiden.

Anne Görgmeier
(Bild: National Geographic)

Der Klimawandel auf den Philippinen

Der Klimawandel auf den Philippinen

Der aus 7.107 Inseln bestehende Inselstaat, der im Westen des Pazifischen Ozeans gelegen ist, findet in unseren Medien meist erst dann Erwähnung, wenn mal wieder ein Wirbelsturm über das Land hinweggefegt ist.  Insbesondere an die Verwüstungen, die Taifun Haiyan im Jahr 2013 hinterlassen hat, kann sich sicher der eine oder andere noch erinnern. Mindestens 6.000 Menschen verloren damals ihr Leben, über eine Million Häuser wurden zerstört. Der Taifun gilt bis heute mit 379 km/h Windgeschwindigkeit als einer der schlimmsten Wirbelstürme, die jemals auf Land trafen. Die Philippinen belegen laut World Risk Report 2014 den zweiten Platz der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder – hinter Vanuatu. Dies liegt vor allem an der geografischen Lage und Gegebenheit (die zahlreichen kleinen Inseln bieten einander kaum Schutz vor der Zerstörung durch Taifune oder Tsunamis) und seines Status als weniger entwickeltes Land.

Wissenschaftler bestätigen zudem, dass die Intensität und die Dauer der Stürme immer weiter zunehmen. Die Taifun-Windstärke sei laut Forschern der University of California um 10% höher als noch vor 40 Jahren.  Der Anstieg der Temperatur steigert die Zerstörungskraft der Wirbelstürme zusätzlich, da das Wasser die Sonnenstrahlen absorbiert und daraus Wind und Regen entstehen, wodurch schwerere Stürme entstehen. Laut neuesten Studien könnten die Ernteerträge außerdem pro Grad Celsius Temperaturanstieg um zehn Prozent sinken. Angesichts der Tatsache, dass selbst die Nächte auf den Philippinen heute um 2,5°C wärmer sind als noch vor 50 Jahren, ist dies überaus bedenklich. Korallenriffe und Mangroven, die die Auswirkungen der Taifune abschwächen könnten, da sie Halt bieten und Wellen brechen bevor sie auf Land treffen, verschwinden jedoch zunehmend. Zum einen aufgrund der steigenden Temperatur des Meeres und zum anderen aufgrund von Abholzung.

Das Land selbst hat durch seine noch nicht weit fortgeschrittenen Entwicklung Schwierigkeiten im Umgang mit den Problemen, die daraus resultieren. Vor allem die Bevölkerung ist für das Thema Klimawandel noch kaum sensibilisiert. So ist auch zu lesen, dass 85% der Filipin@s bereits die Auswirkungen des Klimawandels spüren, jedoch keine expliziten Vorstellungen von der Thematik haben. Aber auch für den Staat als solchen sind die Auswirkungen des Klimawandels ein Problem, da allein 4% des Bruttoinlandproduktes verwendet werden, um Gebiete, die durch Naturkatastrophen zerstört worden sind, wieder aufzubauen.

Im Vergleich zu Ländern wie China, den USA oder Indien, haben die Philippinen einen sehr geringen Anteil an Co2-Emissionen zu vermerken. Nichtregierungsorganisationen wie das Philippine Movement for Climate Justice schreiben den Philippinen jedoch nicht nur eine Opferrolle zu. So sei das Land in der Verantwortung, auf erneuerbare Energien zu setzen und den Kohleabbau einzustellen. Doch obwohl es Gesetze bezüglich der Förderung von erneuerbaren Energien gebe, plane der Staat den Ausbau von Kohleminen, die nicht nur mit einem hohen CO2-Ausstoß, sondern auch mit einer direkten Gefahr für Mensch und Umwelt einhergehen würden.

Kathrin Spenna
(Bildquelle: Flickr.com)

Laos – fernab von Gefahren und dennoch mittendrin

Laos – fernab von Gefahren und dennoch mittendrin

Laos ist innerhalb Südostasiens in vielfältiger Hinsicht einzigartig. Doch weder seine Lage als Binnenstaat zwischen China, Kambodscha, Vietnam und Thailand, noch seine geringe Entwicklung schützen das Land vor den Auswirkungen des Klimawandels. Kennzeichnend für Laos sind ein tropisches Klima, die jahreszeitlichen Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit sowie der damit einhergehenden Monsunregen von Mai bis September. Ökosystem und Landwirtschaft hängen hiervon in besonderem Maße ab. Der Mekong, der längste Fluss Südostasiens, durchfließt das Land in elf seiner siebzehn Provinzen und streift dabei auch die Hauptstadt Vientiane im Nordwesten des Landes. Der Fluss ist Dreh- und Angelpunkt für die laotische Fischerei, für die Versorgung der Flussebenen mit Nährstoffen und ebenso für die Be- und Entwässerung des Landes.

Laos ist neben Myanmar wichtigster Investitions-Hotspot Südostasiens und zieht chinesische, vietnamesische und thailändische Firmen an, die Staudammprojekte initiieren oder Konzessionen für die Abholzung der Waldbestände des Landes erhalten. Seit mehr als zehn Jahren verzeichnet Laos Wetter- und Klimaveränderungen, die zeigen, dass selbst küstenlose, wenig stark industrialisierte Länder die Effekte des Klimawandels zu spüren bekommen.

Obwohl der Mekong in der Regenzeit regelmäßig um Vientiane über die Ufer tritt, erlebt die Hauptstadt seit 2008 ein neues Ausmaß an Hochwasserbedrohung wie seit 1966 nicht mehr. In jenem Jahr wurde Vientiane von einem Jahrhunderthochwasser heimgesucht und geflutet. Staudämme entlang des Mekong, wie der in den 1970ern fertig gestellte Nam Ngum-Damm nahe der Hauptstadt tragen massiv zum Hochwasserrisiko des Gebietes bei. Auch das empfindliche Ökosystem des Mekong, die Qualität der Böden und der Wälder leiden unter diesen Einflüssen. In einem Land, in dem zwei Drittel der sieben Millionen Einwohner in ländlichen Regionen leben und in verschiedener Weise von Landwirtschaft und einem gesicherten Zugang zu Forst- und Fischereiprodukten abhängig sind, hat dies gravierende Konsequenzen.

Klimaforscher prognostizieren für Laos bis 2050 einen Temperaturanstieg von durchschnittlich 3°C. Gleichzeitig geht man davon aus, dass pro Grad Erhöhung der Ertrag der Reisernten um 10% sinkt. Da weniger als 15% der laotischen Agrarflächen für den ertragreichen Nassreisanbau genutzt werden können, würde dies zu einer folgenschweren Ernährungsunsicherheit im Lande führen. Die Pegel des Mekong werden in der Trockenzeit stärker sinken als bisher und eine notwendige Fischwanderung stromaufwärts zum Laichen verhindern, wodurch hunderte Arten aus dem Ökosystem Mekong verschwinden könnten. Die Laoten selbst bemerken die Veränderungen am Wetter: Die Regenzeit, die früher im Mai einsetzte, verzögert sich inzwischen teilweise bis Juli und führt zu einem Abregnen größerer Regenmengen in wesentlich kürzerer Zeit. Erdrutsche, Ernteausfälle und sich ausbreitende Infektionskrankheiten durch Insekten sind die Folge. Im Oktober 2013 trafen die Ausläufer des Taifun Nari, der eine Schneise der Verwüstung auf den Philippinen und in Vietnam hinterließ, in Laos ein. In dessen Folge mussten hunderte Menschen ihre Häuser aufgrund von Schlammlawinen verlassen und ein Passagierflugzeug stürzte nahe der Provinzhauptstadt Champassaks (Pakse) sogar ab. Wirtschaftliche Interessen an Laos und die damit einhergehende Politik der Laotischen Revolutionären Volkspartei (LRVP) tragen zur Verschärfung der klimatischen und meteorologischen Verhältnisse der Region bei, dennoch ist Laos bisher zu einem Großenteil nur Empfänger der Auswirkungen eines exploitativen Umgangs mit der „Ressource“ Natur.

Manuel Navarrete Torres

Klimawandel in Südostasien (Beitragsreihe)

Klimawandel in Südostasien (Beitragsreihe)

Anfang Februar haben wir, die Asienhaus-Hochschulgruppe der Universität Bonn, nach langer Arbeit eine Broschüre herausgebracht, mit der wir die Verletzlichkeit der Region Südostasiens für die Folgen des Klimawandels deutlich machen wollten. Als Beispiele haben wir uns dabei die Länder Laos, Myanmar und die Philippinen ausgesucht. Alle von uns in dieser Broschüre thematisierten Länder haben individuelle Probleme, was allein schon durch die geografische Lage gegeben ist, jedoch eint alle Länder, dass sie eine hohe Verletzlichkeit aufweisen. Denn der Klimawandel trifft vor allem Inselstaaten und Entwicklungsländer hart. Taifune, Erdbeben oder der steigende Meeresspiegel sind reale Probleme, die nicht nur viele Menschenleben fordern, sondern auch Menschen zu Migration treibt. Ein Mann aus dem stark vom Klimawandel bedrohten Inselstaat Kiribati scheiterte zuletzt mit seinem Asylantrag in Neuseeland, weil er „nicht unter Verfolgung“ leide. Somit gibt es bisher zwar noch keinen anerkannten Klimaflüchtling, angesichts der ökologischen Situation in einigen Nationen ist aber zumindest eine Abwanderung des globalen Südens gen globalem Norden abzusehen.

Uns war klar, dass wir mit einer kurzen Info-Broschüre noch lange nicht alle Folgen des Klimawandels in Südostasien benennen oder gar erläutern können, aber wir wollten einen Einblick in die Entwicklung innerhalb dieser Region gewähren – zumal der Klimawandel ein Ausmaß annimmt, das nicht nur mich, dich, die Menschen, die im globalen Süden leben, und Ökosysteme bedroht, sondern auch meine Enkel, deine Enkel und die Enkel all jener, die im globalen Süden leben. Mit jedem Einkauf, jeder Fahrt mit dem Fahrrad statt dem Auto und jeder Plastiktüte, die wir nicht benutzen, treffen wir eine Entscheidung. Und diese Entscheidung ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Eure Kathrin Spenna,
Asienhaus-HSG Bonn

(Zum ersten Beitrag geht es hier.)

Bildquelle: Pixabay.com

Frohes Neues!

Frohes Neues!

Einige werden sich vielleicht fragen: Kommt das nicht ein paar Wochen zu spät? – Aber nur, wenn es nach unserem Kalender geht! Denn nach dem traditionellen chinesischen Mondkalender beginnt erst heute, am 8. Februar 2016, das neue Jahr. Also:

新年快乐!

Das bedeutet „Frohes Neues“ auf Chinesisch. Und gefeiert wird nicht nur der Beginn des neuen Jahres, sondern auch das Tierkreiszeichen, das dieses Jahr prägt und das einige Aufregungen verspricht. Die Rede ist vom … Affen! Der löst das nach dem Volksmund, etwas törrichte und langweilige Schaf vom Vorjahr ab und gilt als kreativ und raffiniert – aber auch als kleiner Clown, der schnell in Rage geraten kann und nicht immer ganz uneigennützig handelt. Nichtsdestotrotz: die bisherigen Jahre im Zeichen des Affen gelten allgemeinhin als positiv.

Dieses Jahr kommt jedoch noch ein kleiner Aspekt hinzu, der die kommenden Monate noch aufregender als sonst unter dem agilen Tierchen gestalten soll: das Element Feuer. Den zwölf Tieren des chinesischen Horoskops wird nämlich zusätzlich nach einem bestimmten Zyklus ein Element der Fünf-Elemente-Lehre zugeordnet. Und nach diesem steht dieses Jahr im Zeichen des Feuer-Affen!

Bis zum 27. Januar 2017 dauert das Jahr des Feuer-Affen an. Dann wird er abgelöst vom Hahn. Was dieser mit sich bringt, erfahrt ihr dann natürlich nächstes Jahr bei uns ;). Bis dahin aber können wir gespannt sein auf ein turbulentes Jahr des Feuer-Affen!

Bildquelle: quinky